Implantate
Zahnimplantate sind in den Knochen einheilende,
künstliche Zahnwurzeln aus Reintitan. Der Werkstoff Titan
findet in der prothetischen Medizin (z.B. als
Hüftgelenksprothese) deshalb so oft Verwendung, weil er für
den Körper sehr gut verträglich ist. Titan hat in
Langzeitexperimenten seine optimalen biologischen und
mechanischen Eigenschaften bewiesen, d.h. es wird von der
natürlichen Knochensubstanz ausgezeichnet angenommen und
integriert, aber nicht angegriffen - ein Vorgang, der als
Osseointegration bezeichnet wird. Titan bleibt über Jahre
hinweg im Körper unverändert stabil, löst keine Entzündung
aus und wird auch nicht absorbiert.
Verlauf der Behandlung:
- Das Zähneputzen in der operierten Region wird in den
nächsten Tagen durch chemische Belagsbekämpfung ersetzt,
bis allmählich wieder die Zahnbürste sanft zum Einsatz
kommt. Zahnarzt und Helferin geben dazu genaue
Instruktionen.
- Während der Einheilphase von ca. drei Monaten wird
der Titanpfeiler vom heilenden Knochen fest umschlossen
(Osseointegration).
- Nach etwa acht bis zehn Wochen wird das Implantat
freigelegt und das Zahnfleisch korrigiert. Es wird so
eine Weichteilkontur geschaffen, die sowohl einen
optimalen Gewebetrichter für das Implantat selbst ergibt
als auch später den Kunstzahn gut mit Zahnfleisch
>>überdecken<< wird.
- Anschließend kann der künstliche Zahn aus Keramik
aufgeschraubt werden.
- In manchen Fällen kann mit Hilfe eines
Sofortimplantats der Zahnersatz auch gleich angebracht
werden. Das erspart dem Patienten die Zeit der
Zahnlücke.
- Das Einsetzen des Implantatpfeilers kann ambulant
unter örtlicher Betäubung erfolgen.
weiterlesen - Wann ein Implantat?
|


|